| 16th. May, 2008 04:00 pm Löwenstadt Oje, nun hab ich hier schon mehr als zwei Monate lang nichts mehr geschrieben. Wie schnell die Zeit doch vergeht… Nach der stressigen Essayphase am Ende des spring term ging es am 7. April endlich in die alte Heimat. Nach Singapur. 8 Jahre lang war ich nicht dort gewesen. Der 13-stündige Flug ging dank der reichen Auswahl an Filmen verhältnismäßig schnell vorbei. Von meiner Mutter und meiner Schwester wurde ich am Flughafen in Singapur abgeholt und obwohl ich noch genau wusste, dass die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit einen anfangs überrascht, hatte ich die Situation stark unterschätzt und bedurfte einiger Tage zur Akklimatisierung. Dass ich mindestens zehnmal am Pool war, half enorm bei der Abkühlung aber auch bei der Erholung. Dem Bereich der Entspannung ist auch zuzurechnen, dass ich endlich wieder mal Zeit fand aus Spaß zu lesen. Und nachdem meine letzten 25 Lektüren auf Englisch waren, nutzte ich die Ferien um mir 4 Bücher auf Deutsch einzuverleiben. Essen aus der ganzen Welt ist eine der Hauptattraktionen Singapurs und auf Muttis Kochkünste freute ich mich auch schon. Dreimal waren wir bei einem Buffet (Sonntagschampagnerbrunch im Oscar’s, abends in The Line und einmal mittags im Equinox, im 70. Stock) und jedes Mal bekam ich Bauchschmerzen, weil ich einfach zu keinem Gericht “Nein” sagen konnte; alles sah lecker aus. Am ersten Wochenende stand eine Firmenbenefizveranstaltung auf dem Plan. Neben dem Essen und Trinken dienten auch zahlreiche Aktivitäten wie “Der heiße Draht”, Putten und das Schießen von Gummipfeilen dazu Geld für den wohltätigen Zweck einzunehmen. Bei dieser Gelegenheit gab es fürs Schwesterchen auch kleine Fische zu fangen, die dann als Haustiere nach Hause mitgenommen werden durften. Wahrscheinlich bin ich in den drei Wochen öfters mit dem Bus in Singapur gefahren, als in den fünf Jahren in denen ich dort lebte. Die erste Fahrt ging zum botanischen Garten, wo der Evolution Walk als eine der Attraktionen lockte. Dort konnte man die Entwicklung der Pflanzen von eher steinartigen Gebilden vor über 350 Millionen Jahren bis zum heutigen Regenwald nachvollziehen. Bei einem Spaziergang durch Kampong Glam erkundete ich die malaysischen Wurzeln Singapurs. Am Straßenrand war ein kleiner Friedhof zu sehen und am Ende folgte ein Museumsbesuch. In der Gegend kaufte ich mir anschließend ein “chinesisches Hemd”. Ein weiterer kultureller Rundgang, dieses Mal mit Müttern der fünften und sechsten Klasse der deutschen Schule, beschäftigte sich mit Kirchen in Singapur und Gebäuden, die früher welche waren, heute aber Museen oder Räume für Festlichkeiten sind. Dabei habe ich so manche interessante Orte gesehen: Gotteshäuser verschiedenster Art, von portugiesisch-farbenfroh bis verglast und einem Bürogebäude ähnelnd. Aber auch ein kleines Theater gab es dort zu sehen. Vor allem die Waterloo Road war mit ihrer Vielzahl an Kirchen und anderen religiösen Gebäuden beeindruckend. Angeblich sind auf dieser einzigen Straße acht Religionen vertreten, von der Kirche über die Moschee und den Sikh-Tempel bis zur Synagoge. Ich sah auch eine ganz neue Attraktion Singapurs, den gerade erst eröffneten Singapore Flyer, ein Riesenrad, dass dem London Eye nachempfunden ist. Aber in Singapur ist es natürlich größer und besser . Natürlich musste ich der alten Zeiten wegen, in denen ich fast jedes Wochenende im Kino war, auch mal wieder in mein ehemaliges Lieblingskino, das Lido, schauen. Damit es aber nicht ein Kinobesuch wie zuhause werde, hab ich mir einen chinesischen Film mit englischen Untertiteln, namens “三國之見龍卸甲” angesehen. Nahe dem Ende meines Aufenthaltes gab es dann noch ein absolutes Muss für eine Singapurreise: Pepper-Crab, und zwar im schon damals favorisierten Restaurant an der East Coast. Und genau wie schon früher war es wieder absolut lecker. Am 30. April ging es dann wieder zurück nach England.
 Der Pool
 Beispiel der außergewöhnlichen Architektur Singapurs
 Singapore Flyer
 Die Aussicht aus dem Singapore Flyer
 Aussicht vom 70. Stockwerk
 Seafood Centre Current Location: Singapur Current Mood: hot Current Music: Duffy - Mercy
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